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Nichts zu holen in Wetzlar

Ein gutes Viertel reichten den 99ers leider nicht zum Überraschungserfolg beim Favoriten.

Erneut etwas dezimiert traten die Köln 99ers am frühen Sonntagmorgen die Reise zum Auswärtsspiel nach Wetzlar an. Konnte Coach Mathew Foden im Gegensatz zum Hinspiel auf das japanische Quartett mit Naohiro Murakami, Akira Toyoshima, Masatsugu Shinoda und Mari Amimoto zählen, musste er dennoch auf zwei wichtige Spieler verzichten: Wie am vergangenen RBBL-Spieltag fehlten auch für diese Partie die Topscorer Gijs Even und Nermin Hujić. Nichtsdestotrotz ging es hochmotiviert Richtung August-Bebel-Sporthalle.

Aufgrund des starken Schneefalls gestaltete sich die Anreise etwas schwieriger als geplant, sodass die 99ers nur knapp vor dem TipOff die Wetzlarer Spielstätte erreichten. Auch die Schiedsrichter aus dem Raum Mannheim hatten mit den schwierigen Straßenverhältnissen zu kämpfen und konnten erst nach 16 Uhr die Halle betreten. Die Gastgeber zeigten sich dabei äußerst kooperativ und verständnisvoll. Problemlos wurde der Beginn des letzten Spiels im Jahr 2017 etwas nach hinten verlegt. So konnten sich die Kölner und die Referees noch ausreichend warmmachen bevor das Match mit einer etwa 30-minütigen Verspätung startete.

Nicht nur auf dem Parkett sollten attraktive Spielszenen für den gewohnten Nervenkitzel beim Rollstuhlbasketball sorgen. Auch abseits der Spielfläche kam in Hessen durch das ungewohnte hohe mediale Interesse der Partie eine spannende Atmosphäre auf. Grund dafür war das japanische Duell zwischen RSV-Spieler Hiroaki Kozai und seinen Landsleuten. Gleich fünf japanische Nationalspieler standen damit an diesem 10. Spieltag auf dem Parkett, weshalb die Presse aus Japan vor Ort war. Bereits am Freitag besuchten die Medienvertreter Naohiro Murakami, Akira Toyoshima, Masatsugu Shinoda und Mari Amimoto in der Domstadt.

In die Partie startete der RSV Lahn-Dill – für die meisten Zuschauer wenig überraschend – sehr fulminant. Ganze sechs Minuten dauerte es bis die Rheinländer ihre ersten Punkte verzeichnen konnte. Der starke Naohiro Murakami (17 Punkte) war es, der zum 12:2 einnetzte. Kurz darauf traf auch Frederic Jäntsch, doch mehr als vier Punkte waren für die Gäste im ersten Viertel nicht drin. Dementsprechend ging es mit einem deutlichen 26:4 in die zweiten zehn Minuten. Die kurze Pause wurde von den Kölnern zum Verschnaufen und Sich-Sammeln genutzt. Denn eine ähnlich hohe Niederlage wie zu Saisonbeginn (26:106) wollte die Mannschaft nicht hinnehmen.

Ein schöner Dreier von Murakami war es dann, der in der Mitte des zweiten Viertels den Kölnern mehr Selbstvertrauen und sie damit besser in das Spiel brachte. Der Abstand auf Wetzlar konnte somit kontinuierlich verkürzt und das zweite Viertel sogar mit 13:19 gewonnen werden. Mit einem nicht mehr ganz so deutlichen 39:23 auf der Anzeigetafel rollten beide Teams in die Halbzeitpause.

Im weiteren Verlauf zeigte der amtierende Deutsche Meister wieder seine Stärken und baute den Vorsprung auf das Tabellenschlusslicht weiter aus. Vor allem die US-Boys Brian Bell und Michael Paye steuerten mit 22 sowie 24 Punkten reichlich Zähler zum verdienten 85:45 Heimsieg der Wetzlarer bei.

Zwar werden die Köln 99ers auf dem letzten Tabellenplatz überwintern müssen. Doch das ist für das Team von Mathew Foden kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Stattdessen wird die RBBL-Winterpause genutzt, um hart zu trainieren und gestärkt in das neue Jahr zu starten. Um weiterhin gemeinsame Spielpraxis zu sammeln, sollen besonders der vereinsinterne X-Mas-Cup und ein Freundschafts-Turnier am 6. Januar 2018 genutzt werden. In den folgenden RBBL-Partien wird von den 99ers dann das Ziel Klassenerhalt fest in Angriff genommen.

Bis zum nächsten Heimspiel müssen sich die Kölner Fans allerdings noch etwas gedulden. Am 13. Januar geht es zunächst zu einer Mammutaufgabe nach Elxleben. Dort erwartet der bisher ungeschlagene Tabellenerste RSB Thuringia Bulls die Domstädter. Das erste Spiel im Jahr 2018 findet eine Woche später, am 20. Januar um 17 Uhr in der Sporthalle Bergischer Ring statt. Zu Gast wird Hannover United sein und die 99er freuen sich wie immer auf zahlreiche Unterstützer!

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