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Aufholjagd wurde nicht belohnt

Foto: Gero Müller-Laschet

Der RBC Köln 99ers startet mit einer knappen 54:61-Niederlage gegen den BSC Rollers Zwickau in die RBBL-Saison.

Der Saisonstart in der gut besuchten Halle am Bergischen Ring in Köln-Mühlheim ist dem jungen Team der Köln 99ers leider nicht geglückt. Erst 30 Sekunden vor Schluss entschied der zweimalige Deutsche Meister aus Sachsen die Partie. Die Domstädter fuhren das ganze Spiel einem Rückstand hinterher. Doch zum Unmut des Cheftrainers Mathew Foden wurde die tolle Aufholjagd im letzten Viertel nicht belohnt: „Natürlich sind wir enttäuscht, denn wir hatten wirklich eine Siegchance. Mein Team ist jung und muss sich noch entwickeln Das Comeback im letzten Viertel gibt uns aber Zuversicht für die Zukunft. Wir müssen an das Positive anknüpfen und weiter hart arbeiten. Die Zuschauer heute in der Halle haben gesehen, dass wir aggressiv und schnell spielen können.“

In der Starting Five standen mit Olle Svensson, Jontee Brown und Marten Lilja gleich drei Neuzugänge. Komplettiert wurde das Trio mit dem Niederländer Gijs Even und dem Routinier Gabriel Kasapoglu. Der Start in die Partie verlief allerdings alles andere als optimal und so richtig wollten die 99ers nicht ins Rollen kommen. Beim Stand von 0-6 nahm Trainer Mathew Foden bereits die erste Auszeit. Und obwohl umgehend die ersten Kölner Punkte der Saison durch Gijs Even folgten, klappte es in der Defensive nicht wie gewünscht. Die Nervosität den Spieler anzumerken. Einfache Korbleger wurden nicht in Punkte umgewandelt und die Zwickauer zogen auf 10-2 davon. Der Australier Jontee Brown verkürzte auf 5-11, kurze Zeit später gelangen Gijs Even ein Dreipunktewurf zum 8-13 (7. Min.) und ein Korbleger zum 10-13. Das Team von Head Coach Foden war auf nun auf Tuchfühlung. (Ende des 1. Viertels 14-17).

Das 2. Viertel fing ähnlich fahrig an wie der erste Abschnitt. Even gelangen erst nach über drei Minuten die ersten Punkte. Das  junge Kölner Eigengewächs Paul Jachmich trug sich dann in die Scorerliste ein und hielt die Domstädter im Spiel. Doch die 99ers bekamen den Zwickauer Center Rostislav Pohlmann nicht in den Griff. Nach 17 Minuten betrug der Vorsprung erstmals 10 Punkte und Pohlmann punktete nach belieben (15 Punkte zur Halbzeit). Erst als ihm Gästetrainer Marco Förster eine kleine Verschnaufpause gönnte, verkürzten die 99ers zur Halbzeit auf 25-33.

Mit der Erkenntnis Teambasketball zu spielen und in der Verteidigung keine einfachen Punkte zuzulassen, kamen die Kölner Rollis aus der Kabine. Doch auch hier gelangen dem Gast aus Sachsen die ersten Punkte durch den Forward Skukas. Marten Lilja war es dann der den Bann brach. Skukas wiederum war es, der mit einem 3er auf 42-29 aus Gästesicht stellte. Harry Blyth setzte einen Akzent und trug sich mit seinen ersten Punkten für Köln in die Scorerliste ein 35-48. Doch Pohlmann dominierte weiterhin die Begegnung. Die Foden-Schützlinge fanden einfach kein Mittel gegen den Zwickauer Routinier. Mit einem 38-51 Rückstand ging es in das letzte Viertel.

Und jetzt waren die 99ers präsent! Brown zum 40-51 (31. Min.), sowie zum 42-51 (33 Min.) sorgte für Hoffnung bei den 99ers und tatsächlich bekamen sie die Partie auch in der Defense in den Griff. 3:30 Minuten vor Schluss betrug der Rückstand nur noch 8 Punkte. 1:10 waren es noch 4. Doch was wären die Zwickauer ohne ihren erfahrenen Center Pohlmann, der die Partie 30 Sekunden vor Schluss entschied. 27 Punkte waren es am Ende für den Veteranen. Die 99ers brachten die Zwickauer an die Freiwurflinie, doch die zeigten keine Nerven und brachten den Vorsprung über die Zeit.

Der Zwickauer Head Coach Marco Förster zeigte sich ob der Leistung seines Schützlings und des Teams auch zufrieden: „Pohlmann ist für uns ein sehr wichtiger Spieler mit der nötigen Erfahrung. Es war insgesamt kein schönes Spiel, was zu Saisonbeginn auch nicht außergewöhnlich ist. Aber wir haben gewonnen und das ist entscheidend. Meine Mannschaft hat auch die Schwächephase im letzten Viertel – als es knapp wurde – überstanden. Da bin ich stolz drauf.“ Ein gutes Wort für die Kölner hatte er auch übrig. „Die Kölner sind eine junge Mannschaft, die für eine positive Überraschung in dieser Saison sorgen kann. Wenn dieses Team in Fahrt kommt, kann es ein unangenehmer Gegner sein“, so der Zwickauer Head Coach.

2. Spieltag: Das Team der RBC 99ers spielt am 6.10. um 18 Uhr auswärts bei den RSB Thuringia Bulls in Elxleben bei Erfurt.

Zahlen: Even (19 Punkte), Jachmich (13), Brown (10), Lilja (10), Blyth (2), Svensson, Hansson, Kasapoglu

Ergebnis: 54-61 (14-17, 11-16, 13-18, 16-10)

Text: Dimitri van der Wal

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