Rollstuhlbasketballer treten am Samstag auswärts beim RSV Lahn-Dill an.
Die Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers sind zurzeit nicht zu beneiden. Sieglos ziert das Team von Mathew Foden das Tabellenende. Dass dies sich ausgerechnet nach dem kommenden Wochenende ändern wird, käme einer Sensation gleich. Der Gastgeber aus Wetzlar ist in dieser Saison noch ohne Niederlage und steht aufgrund der schlechteren Punktedifferenz zu den Thuringia Bulls auf Platz 2 in der Tabelle der RBBL.
Der RSV Lahn-Dill wurde viele Jahre von Bundestrainer Nicolai Zeltinger in einer Doppelfunktion als Bundestrainer und Headcoach des Rekordmeisters trainiert und gecoacht. Inzwischen lenkt er insbesondere mit Andreas Joneck die Geschicke der RSV Lahn-Dill Sportvermarktungs GmbH hinter den Kulissen und ist nur in seiner Funktion als Bundestrainer am Spielfeldrand aktiv. In der vergangenen Saison kam der offizielle Wechsel auf der Trainerbank beim RSV. Zunächst wurde der bis dahin als Assistant Coach agierende Ralf Neumann präsentiert, um ihn dann in diesem Sommer durch die Kanadierin Janet McLachlan zu ersetzen. Sie ist gleich in einem ganzen Trainerstab hauptverantwortlich für das Team. Neben ihr sind die Björn Lohmann und Günther Mayer als Co-Trainer an ihrer Seite.
Nach dem Pokalsieg in der letzten Saison folgte eine deutliche Niederlage um die Deutsche Meisterschaft und ein für Wetzlarer Verhältnisse sehr frühes Aus in der europäischen Königsklasse, was sicher auch nicht ganz im Sinne der Macher in Wetzlar war. Entsprechend wurde auf dem Spielermarkt nochmal Ausschau gehalten und die beiden Nationalspieler Jan Gans und Kai Möller verpflichtet. Mit Jan Haller wurde ein langjähriger Spieler nach Hannover abgegeben, sodass die Mannschaft von Janet McLachlan im Wesentlichen gut eingespielt in die Saison starten konnte. Die Spielergebnisse zeigen dies entsprechend. Zuletzt gewann das Team von der Lahn in Zwickau deutlich mit 80-40.Somit gehen die hessischen Hausherren als klarer Favoriten in die Partie gegen die 99ers.
Trainer Foden hofft auf einen guten Start in die Partie: „Wir müssen von Beginn an in der Offensive präsent sein und unsere Trefferquote im Vergleich zu den letzten Partien deutlich erhöhen. Für meine junge Mannschaft wird dieses Spiel eine gute Erfahrung sein, denn es gilt vor einer tollen Kulisse kühlen Kopf zu bewahren und sich auf unsere Stärken, die wir zweifelsfrei haben, zu besinnen.“
Ob Routinier Gabriel Kasapoglu wieder mit am Start sein wird, steht noch in den Sternen. Er kuriert noch eine starke Bronchitis aus. Kasapoglu wurde am letzten Wochenende bei dem so wichtigen Spiel gegen Ostbelgien schwer vermisst und Mathew Foden hofft, ihn wieder im Team begrüßen zu dürfen: „Gabi gibt uns zusätzliche Möglichkeiten in der Aufstellung und kennt als erfahrener Spieler die Atmosphäre in Wetzlar. Wir brauchen ihn zurück im Team“.