Rollstuhlbasketballer kommen beim Rekordmeister aus Wetzlar mit 74-27 unter die Räder.
Trainer Mathew Foden musste bei der Auswärtsreise auf den Junioren-Nationalspieler Paul Jachmich verzichten, der aus privaten Gründen passen musste. Ohne den talentierten Flügelspieler, aber dafür mit dem wiedergenesenen Gabriel Kasapoglu, kamen die Kölner beim deutschen Rekordmeister aus Wetzlar nicht richtig ins Spiel und schnell zweistellig in Rückstand. Doch wer das junge Team von Head Coach Foden kennt weiß, dass sie immer für einen Zwischenspurt gut sind und den Gegner mit einer aggressiven Defense überraschen können.
So geschehen im zweiten Viertel, als die 99ers die Gastgeber des Öfteren vor Probleme stellten. „Wir haben im zweiten Viertel stark gespielt und den Gegner alles abverlangt. Nur durch zwei glückliche 3-Punkte-Würfe vor der Halbzeitsirene durch Lahn-Dills Nico Dreimüller, konnten sie sich wieder etwas absetzen“, war Foden mit den zweiten zehn Minuten sichtlich zufrieden. Mit einem 39-19-Rückstand ging es zur Halbzeit in die Kabine.
Es war zu erwarten, dass die Wetzlarer mit Wut im Bauch wieder auf das Parkett kommen, schließlich waren Sie haushoher Favorit. Lahn-Dill schaltete mit seinen vielen internationalen Topspielern nun einen Gang höher und die Kölner blieben in den ersten neun Minuten des dritten Viertels ohne Korberfolg. „Wir haben in der Offense leider schlechte Entscheidungen getroffen und konnten dem Druck der Gastgeber nicht standhalten“, war 99ers-Trainer enttäuscht ob der Leistung in der zweiten Halbzeit. Die Folge waren viele Ballverluste und schnelle, einfache Punkte des Teams von der Lahn. Auch im Schlussviertel wurde es aus Kölner Sicht nicht viel besser und somit ging das Spiel letztendlich deutlich verloren. Ein gutes Viertel ist für ein ausgeglichenes Ergebnis dann leider doch zu wenig.
Die 99ers haben nun eine Woche Zeit, um sich auf das wichtige Spiel gegen die bisher ebenfalls sieglosen Rhine River Rhinos Wiesbaden vorzubereiten und die klare Niederlage aus den Köpfen zu bekommen. Am Samstag, den 3. November findet das Spiel um 19:30 Uhr in der Halle am Bergischen Ring in Köln-Mülheim statt. Es gilt nun vor allem an der Trefferquote zu feilen und diese zu verbessern. Diese war beim Spiel gegen Lahn-Dill mit unter 30% wieder nicht zufriedenstellend. Doch am nächsten Samstag kann es wieder ganz anders aussehen, wenn die 99ers sich auf Ihre Stärken besinnen und es schaffen, über 40 Minuten eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen.
Köln 99ers: Marten Lilja (10), Gijs Even (6), Jontee Brown (4) Olle Svensson (3), Harry Blyth (2), Gabriel Kasapoglu (2), Hillevi Hansson.