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Köln 99ers mit zu vielen Fehlern

Die Offensive kommt auch gegen den Mitkonkurrenten um den Abstieg nicht in Schwung.

Auch im sechsten Anlauf gab es für die Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers kein Erfolgserlebnis. Im Spiel der RBBL gegen die bis dato ebenfalls sieglosen Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gab es eine verdiente 46-59-Niederlage. Das Team der 99ers konnte leider nur in den Anfangsminuten das Spiel offen gestalten und fuhr stets einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholen konnten. Trainer Mathew Foden war enttäuscht: „Im ersten Viertel war deutlich mehr drin, wir hatten einige gute Optionen in der Offensive, konnten die Chancen jedoch nicht nutzen. Wir haben phasenweise ordentlich Druck auf die Wiesbadener ausgeübt, sind im Gegenzug aber nicht zu punkten gekommen und konnten die Schwächephasen der Rhinos nicht ausnutzen. Unterm Strich muss man sagen, dass man mit 46 Punkten keine Partie gewinnen kann. Wir müssen an der Offensive arbeiten.“

Die Starting Five der 99ers, bestehend aus Gijs Even, Harry Blyth, Paul Jachmich, Olle Svensson und Marten Lilja starteten solide in die Partie. Erste Punkte durch den Wiesbadener Marvin Masly wurden prompt von Gijs Even gekontert. Der Niederländer war zu Beginn des ersten Viertels der einzige Scorer auf Seiten der Rheinländer. Erst Harry Blyth zum 10-12 nach 8 Minuten trug sich neben Even in die Scorerliste ein. Das Spiel war zu dieser Zeit ausgeglichen. Doch nach einem unsportlichen Foul von Marten Lilja konnten die Hessen mit 15-10 die Führung knapp ausbauen. Mit 11-15 ging das erste Viertel an die Gäste.

Der zweite Abschnitt war geprägt von Ballverlusten und Fehlwürfen. Erst als der in dieser Woche neuverpflichtete Gäste-Center Mark Beissert in die Partie ins Spiel kam, wurde die Offensive der Wiesbadener Gäste etwas besser. Von Verbesserung war auf Kölner Seite leider nichts zu sehen. Das Foden-Team war zu dieser Zeit nicht präsent. (13-23, 14. Minute). Mit der Einwechslung von Jontee Brown und sechs Punkten durch den Mann aus Down Under kam neuer Schwung in die Offensive der Domstädter. Das junge Kölner Team konnte bis zur Halbzeitsirene auf sechs Punkte verkürzen (23-29).

Jontee Brown ließ zu Beginn des dritten Viertel einen 3er durch die Reise fliegen. Doch die Hoffnung der Kölner Zuschauer auf ein offenes Spiel erhielt einen herben Dämpfer. Gijs Even durfte mit seinem dritten Foul durfte zwangsweise auf der Bank verschnaufen. Der Kapitän wurde auf dem Parkett nun vor allem als Scorer vermisst. Durch ein unsportliches Foul von Brown und den dazugehörigen Freiwürfen wuchs der Vorsprung der Gäste wieder in den zweistelligen Bereich (26-36, 26. Minute). Mit diesem Abstand ging es ins letzte Viertel (30-40).

Mit Gijs Even, Paul Jachmich, Gabi Kasapoglu, Harry Blyth und Marten Lilja ging es ins Schlussviertel. Blyth und Lilja konnten in dieser Phase in der Offensive Akzente setzen, doch auch diese Punkte konnte den Abstand nicht entscheiden verringern, denn in der Verteidigung kamen die Rhine River Rinos zu leichten Punkten (40-53, 36. Minute). An dieser Differenz änderte sich bis zum Schluss nicht mehr viel.

Köln 99ers: Even (19 Punkte), Blyth (10), Brown (9), Lilja (4), Jachmich (1), Svensson (3), Hansson, Kasapoglu, Winter, Jäntsch

 

Foto: Gero Müller-Laschet

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