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Chancenlos gegen den Meister

Rollstuhlbasketballer der Köln 99ers verlieren erwartungsgemäß gegen Deutschen Meister RSB Thuringia Bulls mit 32:87.

Die Chancen der Köln 99ers gegen die Thuringia Bulls auf einen Sieg waren bereits im Vorfeld als sehr gering eingestuft worden. Hier die wilden Youngster vom Rhein, dort die erfahrenen Weltstars im Rollstuhlbasketball aus Elxleben vor den Toren Erfurts. Mit dem Ausfall von Kölns Topscorer Gijs Even schwanden die Hoffnungen auf einen Erfolg gegen null. Den Niederländer unterzog sich im Laufe der Woche einem medizinischen Eingriff am Handgelenk, wodurch er in der Partie des 11. Spieltages in der RBBL nur als moralische Unterstützung seines Teams teilnehmen konnte.

Zahlreiche Zuschauer unterstützten dennoch die 99ers beim letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr. Das Team von Mat Foden hat in der bisherigen Spielzeit die Herzen der Zuschauer erobert. Einsatz, Kampfeswille und Teamgeist – davon zeigten die Korbjäger aus der Domstadt genug. Nur ein Erfolg für das jüngste 99ers-Team in seiner Bundesliga-Historie blieb bisher aus.

Das es gegen den Meister aus Thüringen schwer werden würde, bekamen die 99ers von Beginn an zu spüren. Die Bulls übten mit ihren Weltklasse-Spielern in der Verteidigung ordentlich Druck auf den Ball aus, zwangen die Gastgeber zu einigen Ballverlusten und kamen zu leichten Punkten. Ganze 18 Punkte scorten die Kölner in den ersten 30 Minuten. Im Gegensatz zu den Bulls, die 62 erzielten. Die Bulls spielten ihre ganze internationale Erfahrung aus und den 99ers blieb nur das Nachsehen. Der Meister konnte es sich sogar erlauben, seine zwei US-Amerikaner und Goldmedaillengewinner von den Olympischen Spielen in Rio vorzeitig in den Winterurlab zu schicken, sodass Jake Willems und Matt Scott erst gar nicht nach Köln reisten.

Head Coach Foden: „ Wir wussten, dass es auch bei Bestbesetzung ein schweres Spiel geworden wäre. Die Bulls spielen ein hohes Tempo und treffen dabei gute Entscheidungen. In der Defense haben Sie uns mit ihrem Spiel unter Druck gesetzt. Damit hatten wir in der ersten Halbzeit große Probleme. In der zweiten Halbzeit wurde es zumindest im letzten Viertel etwas besser, doch mit 27 Turnover ist es schwierig in den Rhythmus zu kommen.“

Lediglich Marten Lilja hielt dagegen und versenkte fünf seiner sieben Wurfversuche aus dem Feld. Mit 12 Punkten war er der Topscorer der 99ers. Im letzten Viertel zeigten die Kölner weiterhin Moral und gestalteten das Spiel zumindest ausgeglichener.

Sedat Özbicerler freut sich bereits auf das neue Jahr: „Wir haben immer noch die Chance, den Anschluss in der Tabelle zu finden. Wir haben treue Zuschauer, die uns in guten und schlechten Zeiten unterstützen. Das Team kämpft bis zum Umfallen und diesen Einsatz spüren unsere Fans. Dafür sind wir dankbar.“

Die Köln 99ers verabschieden sich nun in die kurze Winterpause. Mit einem Heimspiel gegen die BG Baskets Hamburg geht es am Samstag, 12. Januar 2019 weiter.

Köln 99ers: Lilja (12 punkte), Brown (7), Blyth (6), Jäntsch (4), Jachmich (2), Hansson, Svensson, Kasapoglu.

 

Fotocredit: Gero Müller-Laschet

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