Die Köln 99ers gehen nach einer 53-65-Niederlage gegen die RBB Iguanas München ohne Sieg in die Playdowns der Rollstuhlbasketball-Bundesliga.
Es ist leider nichts geworden aus dem ersten Kölner Sieg in der RBBL. Ausgerechnet am Karnevalssamstag sollte es mit dem so wichtigen Erfolgserlebnis soweit sein und es sah phasenweise danach aus, als ob das Team von Mat Foden einen erfolgreichen Abend haben könnte. Doch die vielen Jecken in der Sporthalle am Bergischen Ring sahen das schlechtere Ende für die heimischen Kölner. Das Spiel am letzten Spieltag der RBBL-Hauptrunde endete 53-65 für die Leguane aus München. Die Kölner gehen somit ohne Pluspunkte in die Playdowns und versuchen nun den Abstieg in den direkten Duellen mit den Konkurrenten aus Wiesbaden, Zwickau und St. Vith zu verhindern.
Für Head Coach Mat Foden und sein Team werden die Playdowns eine schwierige Aufgabe: „Wir müssen zusehen so schnell wie möglich den Anschluss an die anderen Teams zu finden. Rechnen brauchen wir nicht, denn wir müssen einfach Spiele gewinnen. Wir arbeiten gut und das Team ist intakt. Wenn wir weiter Gas geben, wird auch der erste Sieg rausspringen. Heute konnten wir die Partie lange offen gestalten, das macht Mut für die Playdowns.“
Foden brachte seine Starting Five mit Kapitän Gijs Even, Jontee Brown, Marten Lilja, Olle Svensson und Gabi Kasapoglu. Es entwickelte sich von Beginn ein offener Schlagabtausch, bei dem die 99ers stets eine Antwort auf die Münchener Angriffe hatten. Marten Lilja mit den ersten Kölner Punkten zum 2-2 sowie Gijs Even zum 4-4- und 6-6-Ausgleich, Kasapoglu zum 8-8, Even zum 10-10: So verliefen die ersten fünf Minuten dieser spannenden Partie. Dann legten die Kölner einen kleinen Zwischenspurt aufs Parkett. Gijs Even sorgte für die erste Führung der 99ers zum 12:10. Es folgten weitere Punkte des Niederländers sowie Marten Lilja zum 16-10. Vor allem durch die starke Leistung des Australiers Kim Robins in Reihen der Gäste blieb das erste Viertel ausgeglichen. Letztendlich konnten die Kölner mit 23:21 den ersten Abschnitt für sich entscheiden.
Im zweiten Viertel übernahm Robins das Kommando und die 99ers blieben 5:30 Minuten ohne Punkt. Eine Schwächephase wie man sie bei den 99ers bereits des Öfteren in dieser Saison beobachten konnte. Erst Jontee Brown scorte mit einem schön vorgetragenen Angriff zum 25:27. Brown sorgte auch für den 27:27-Ausgleich. Das Momentum war nun auf Kölner Seite. Brown mit einem sehenswerten Assist auf Hillevi Hansson zum 29:27 gingen die Domstädter wieder in Führung. Doch die Bayern fanden in Person von Sebastian Magenheim immer wieder die Lücken in der Kölner Defense und kamen zu leichten Punkten. Frederic Jäntsch verkürtzte zum 33-34 (19. Minute), doch den Gästen gelangen noch 5 Punkte in den letzten Sekunden vor der Halbzeitsirene. Das Spiel versprach in der zweiten Halbzeit weiterhin spannend zu bleiben.
Youngster Paul Jachmich trug sich zu Beginn des dritten Viertels nach einem perfekt vorgetragenem Fastbreak in die Scorerliste ein (37-39, 22. Minute). Der junge Kölner hatte in der ersten Halbzeit noch keinen seiner drei Wurfversuche getroffen. Jachmich traf sogleich seinen nächsten Versuch aus der Halbdistanz. Die Defense beider Mannschaften wurde nun immer dominanter und die 99ers fanden in der Offense kein Mittel um zum Korb durchzukommen. Die Münchener suchten nun vermehrt ihren Center Florian Mach unter dem Korb, der mit sechs schnellen Punkten für eine 47-39-Führung der Gäste sorgte und Mat Foden zu einer Auszeit zwang. Doch die Leguane erspielten sich im Anschluss eine 10-Punkte-Führung (51-41, 27. Minute). In dieser Phase bekamen die 99ers keinen Zugriff mehr es schien, als ob den Gastgebern das Spiel aus den Händen glitt. Mit 45-51 aus Sicht der Kölner ging es in den letzten Spielabschnitt.
Im letzten Viertel konnten die 99ers leider nicht entscheidend verkürzen. Gäste-Center Florian Mach dominierte unterm Korb und kam zu einigen wichtigen Punkten. Foden nahm fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 49-57 noch eine Auszeit. Doch auch wenn in der Defensive gut verteidigt wurde blieb es stets bei einer 10-Punkte-Führung der Gäste.
Köln 99ers: Gijs Even (18), Jontee Brown (12), Marten Lilja (6), Gabriel Kasapoglu (5), Paul Jachmich (4), Frederic Jäntsch (4), Hillevi Hansson (2), Harry Blyth (2), Olle Svensson.