Keine Überraschung aber gut gekämpft!
Mit den Spielen gegen den mehrfachen türkischen Meister Galatasaray SK und auch gegen das spanische Topteam BRS ACE Gran Canaria war für die 99ers am Ende nichts zu holen.
Ins erste Spiel des Tages starteten die Kölner ganz gut. Vier Minuten hielt man gegen das starke Team vom Bosporus über 4:6 und 6:9 noch etwas mit, bevor Gürbulak und Co. Bis zum 1. Viertel das Tempo und auch die Führung deutlich erhöhten. So ging es in die zweiten 10 Minuten mit einem 10:24 Rückstand. Mit Wiederanpfiff scorte Galatasaray dann auch zunächst munter weiter und gönnte seinem Kapitän Özgur Gürbulak eine erste Pause. Doch die Kölner wollten sich noch lange nicht geschlagen geben und kämpften sich langsam in die Partie zurück. Mit geduldigem Passspiel wurden nun immer wieder sehenswerte Spielzüge erfolgreich abgeschlossen. In der 15. Spielminute erzielte Michalis Stergiopoulos nach gutem Zuspiel von Paul Jachmich das 20:30 und der Rückstand schien aufholbar. Doch nun kam Galatasaray Kapitän wieder zurück aufs Parket und peitschte in seiner unnachahmlichen und emotionalen Art sein Team an. Die 99ers konnten dieses zweite Viertel mit einem knappen aber dennoch verdienten 10:8 Erfolg für sich verbuchen.
Während die Kabinenansprache bei den Kölnern eher positiv ausfiel, zeigte sich Galatasarays Headcoach wenig begeistert und schien seinem Team die richtigen Worte mit auf den Weg in die zweite Halbzeit gegeben zu haben. Köln konnte zwar nach dem Seitenwechsel beim Stand von 20:32 zum 22:34 nachlegen, musste aber in der Folge mit ansehen, wie das Team aus Istanbul nochmal einen Zahn zulegte und seine Spitzenklasse unter Beweis stellte. Das 3. Viertel ging dann auch über deutlich mit 6:23 aus Sicht der 99ers verloren. Mit einem Vorentscheidenden 26:55 ging es dann in das Schlussviertel. Hier gelang dann wieder mit einem 14:17 ein etwas ausgeglichener Spielverlauf aber Galatasaray gewannn souverän und verdient mit 40:72.
Im zweiten Spiel für die Domstädter hieß der Gegner Gran Canaria die in der spanischen Liga zu den Top4 Teams zählen. Hier erwischen die 99ers gar keinen guten Start und veranlassten Kölns Headcoach zu einer sehr frühen Auszeit um sein Team erneut einzustellen. Fortan spielte Köln zwar etwas besser, aber konnte das hohe Tempo der Spanier nicht mitgehen. Zu viele Lücken in der Defense bescherten bereits nach 10 Minuten einen klaren 9:20. Mit Wiederanpfiff war es diesmal Thomas Reier, der mit einem platzierten 3er Wurf zum 12:20 verkürzte und auch wieder ein eher ausgeglichenes 13:17 Viertel erspielten. Analog zum ersten Spiel kam die Halbzeitpause eher ungünstig, den nach dem Seitenwechsel kam man wieder nicht gut in die Partie. Eine unkonzentrierte Verteidigung und eine hektische Offence wurde mit einem 6:16 des Gegners quittiert, die zu dieser Zeit schon ihre kompletten Ersatzspieler ins Spiel gebracht hatten. Diese spielten die Begegnung dann auch routiniert über ein 8:15 Schlussviertel zum Endstand von 36:68 zu Ende.
Das Resümee zum ersten Spieltag fällt aus Sicht der Kölner dennoch positiv aus. Das Team hat sich hier im Turnier im Rahmen seiner Möglichkeiten gut und teuer verkauft. Gerade für die vielen jungen Spieler bringen die Partien auf diesem hohen Niveau jede Menge Erfahrungswerte für die individuelle weitere Entwicklung.
Am zweiten Turniertag geht es nun zunächst um 12.15 Uhr gegen den israelischen Meister Ilan Ramat Gan weiter. Die Israelis gewannen ihr Auftaktspiel etwas überraschend nach Verlängerung gegen die Spanier und zeigten auch in ihrem zweiten Spiel gegen die Gastgeber ihre starke Spielweise.
Hier geht es zu den Spielergebnissen des Wettbewerbs: http://competitions.iwbf-europe.org/