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An die Leistung der Vorwoche nicht angeknüpft

23. Januar 2022

In einem bis kurz vor Schluss engem und ausgeglichenem Spiel verliert Köln gegen die Gäste aus Berlin mit 53:62.


An die Leistung der Vorwoche nicht angeknüpft
Foto: Sören Pröpper

Doch von vorne: Für Köln war klar, Sie mussten an die gute Offensivleistung in Paderborn anknüpfen und die Verteidigung besser organisieren, um Berlin Paroli bieten zu können. Denn auch Alba hat sich gegen Lahn Dill 2 und Paderborn durchsetzen können und nur gegen Zwickau und Essen verloren.

Dabei musste Lars Bergenthal gleich auf drei Spieler des vergangenen Wochenendes verzichten: Benjamin Lenatz, Bilal Oujedid und Bruno Schneider fehlten an diesem Samstag, so dass einige gut eingespielte Spielerkonstellationen nicht möglich waren. Dennoch konnten die Kölner zuversichtlich in die Partie gehen. Waren doch mit Marcel Gerber und Paul Jachmich wieder zwei Spieler dabei, die mit ihrer Erfahrung wichtige Impulse setzen können. Alles sprach also für ein spannendes Spiel.

Entsprechend entwickelte sich ein sprichwörtlicher offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften spielten zunächst etwas nervös und konnte ihre Defense nicht wirklich stabil aufstellen, wirkten aber auch in der Offensive häufiger zu fahrig. Keine der beiden Mannschaften konnte sich wirklich absetzen, so dass das erste Viertel mit 12:15 an die Gäste aus Berlin ging.

Im zweiten Viertel spielte Köln zwar etwas besser ihre Offensivstärken über Marina Mohnen und den daraus ergebenden Pick-and-Rolls aus, ließ aber in der Verteidigung immer wieder Offensivrebounds der Berliner zu, die diese zu nutzen verstanden. So konnte zur Halbzeit der Rückstand nur auf zwei Punkte auf 25:27 reduziert werden.

Auch das dritte Viertel war durch viele Führungswechsel geprägt. Doch Köln konnte dank einer etwas besser aufgestellten Defense am Ende drei Punkte (19:16) mehr erzielen und zog mit 44:43 in das letzte Viertel. Aber auch hier blieb die Partie lange Zeit offen. Köln spielte zu wenig konsequent ihre Stärken aus und ließ aufgrund von Abstimmungsschwierigkeiten immer wieder zu einfache Körbe der Berliner zu, so dass die Partie 3 min vor Spielende immer noch komplett offen war (53:55 für Berlin). Doch dann agierte Köln unkonzentriert bzw. hektisch und verlor in den nächsten drei Angriffen viel zu einfach und schnell den Ball. Berlin nutze dies und setze sich bis 1:20 min vor Ende auf 59:53 ab. Nachdem der nachfolgende Angriff nicht erfolgreich war, musste Köln auf frühe Fouls und 3-Punkte Würfe setzen, um noch eine Chance zum Ausgleich oder Sieg zu haben. Berlin verwandelte drei der vier Freiwürfe und Köln war es verwehrt, einen der zwei Dreier zu verwerten, so dass das Spiel mit 62:53 verloren wurde.

Konnte am vergangenen Wochenende die mäßige Defensearbeit noch durch eine deutlich bessere Trefferquote in der Offense kompensiert werden, so waren an diesem Tag zu viele einfache Punkte liegen geblieben. Bis zum kommenden Woche hat Lars Bergenthal daher eine Mamutaufgabe vor sich: Muss er doch insbesondere die Abstimmung seiner Spieler in der Verteidigung deutlich verbessern, um gegen Essen im ersten Rückrundenspiel überhaupt eine Chance haben zu können.

Marina Mohnen (18); Michalis Stergiopoulos (13); Paul Jachmich (12); Lisa Bergenthal (5); Marcel Gerber (3), Bo Bruckmann (2), Max Winter (9); Gabi Kasaboglu (0)

Text: Michalis Stergiopoulos

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