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Starke Aufholjagd kostete am Ende zu viel Kraft

30. Januar 2022

Köln verliert auch das Rückspiel zu Hause gegen die wieder stark aufspielenden Essener Bären


Starke Aufholjagd kostete am Ende zu viel Kraft
Foto: Gero Müller-Laschet

Mit 62:79 verliert die 2. von Köln das erste Rückrundenspiel, verkauft sich aber deutlich besser als noch im Hinrundenspiel.

Die Mannschaft um Capitan Michalis Stergiopoulos wollte die Schmach aus dem Hinspiel egalisieren und ging erstmalig in der Saison in Vollbesetzung an den Start. Mit über 30 Punkten verloren die Kölner Anfang November ihr erstes Saisonspiel (68:35) und verkauften sich damit deutlich unter Wert. Das zumindest wollte die Mannschaft im Rückspiel beweisen.
Lars Bergenthal setzt bei den Starting Five auf Erfahrung und jugendlicher Leichtigkeit: Neben Michalis Stergiopoulos und Benny Lenatz waren Lisa Bergenthal, Paul Jachmich und Bilal Oujedid in der Startaufstellung.

Lisa Bergenthal war es dann auch vergönnt, die ersten beiden Punkte in der Partie zu machen; Benny Lenatz erhöhte über einen Freiwurftreffer auf 3:0. Doch dies sollte auch die einzige Führung der Kölner in der gesamten Partie bleiben.
Essen spielte souveräne über Ihre beiden Center Hanfrieder Briel und Walter Viaanderen sowie Bo Kramer, die immer wieder gekonnt durch die beiden Lowpointer Tim Van Raansdonk und Ilse Arts in Szene gesetzt wurden.

Bis zum Ende des 1. Viertels baute Essen seine Führung kontinuierlich auf 22:7 aus. Köln spielte in der Phase zwar deutlich konzentriert als in den letzten Spielen, fand aber nie zu leichten Abschlüssen, sondern musste aufgrund der ablaufenden Zeit zu häufig Notwürfe nehmen. Auch die Einwechselung von Marina Mohnen und Marcel Gerber gab den Kölnern noch nicht den richtigen Impuls. Lediglich Lisa Bergenthal konnte mit zwei weiteren Körben für die Kölner scoren.

Auch mit Beginn des 2. Viertels setzte Lars Bergenthal auf die letzte Aufstellung, in der Michalis Stergiopoulos über einen schönen Dreier und Marina Mohnen mit einem guten 2-Punkte Wurf den Rückstand auf 10 Punkte drückten. Doch bereits knapp zwei Minuten später lag Köln wieder mit 15 Punkten zurück (15:30). Kölns Trainer reagiert und ging mit Paul Jachmich, Lisa Bergenthal, Marina Mohnen und Marcel Gerber auf eine eher kleine Aufstellung, die es aber in sich haben sollte. Mit gut heraus gespielten freien Würfen waren es eins ums andere Mal Lisa Bergenthal und Marina Mohnen, die mit einer sehr souveränen Trefferquote den Abstand mehr und mehr verkürzten. Mit 26:16 endete daher das Viertel verdient für Köln, so dass der Rückstand auf 5 Punkte reduziert werden konnte – 33:38.

Zu Beginn des 3. Viertel war es dann Benny Lenatz, der mit 7 Punkte in Folge die Kölner nicht nur im Spiel hielt, sondern die Essener ganz schön ins Schwitzen brachte. Drei weitere Körbe von Marina Mohnen und ein weiterer Korb von Lisa Bergenthal brachten dann 5 Minuten vor Ende des Viertels den hoch verdienten Ausgleich (46:46).
Headcoach Markus Pungercar reagierte und setzte Bo Kramer nach einer verdienten längerer Auszeit wieder ein.
Bei Köln hingegen schien die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet zu haben. Die nachfolgenden Minuten waren wenig erfolgreich. Nach gut heraus gespielte Situationen fehlte beim letzten Pass auf den freien Mann/Frau die Genauigkeit. Das Ergebnis: Turnover und einfache Punkte für die Bären, die mit 11 Punkten in Folge das Viertel mit 57:46 für sich entschieden.

Doch Köln wollte nicht aufgeben. Hat man doch gezeigt, dass auch ein höherer Rückstand noch aufzuholen ist.
Lars Bergenthal blieb bei der gut harmonierenden Aufstellung und setzte damit alles auf eine Karte. Und das sollte sich (zunächst) auszahlen. Über eine gute Defensearbeit und zwei stark gefahrenen Fastbreaks von Marcel Gerber rückte man wieder auf einen Abstand unter 10 Punkte an die Essener heran. Doch dann kam die Zeit von Joel Schaake, der mit 6 Punkten in Folge und insgesamt 10 Punkten in diesem Viertel den Kölnern das Genick brach. Knapp vier Minuten vor Schluss war die Führung für die Essener wieder auf 15 Punkte hoch schraubt worden.
Lars Bergenthal hatte zwar zwischenzeitig reagiert und mit Max Winter und Gabi Kaspoglu zwei frische Spieler eingewechselt, doch selbst die zwei gut herausgespielten Dreier von Paul Jachmich drei bzw. zweieinhalb Minuten vor Ende des Viertels halfen nicht mehr. Köln war aufgrund der harten Aufholjagd im 3. Viertel nun anscheinend konditionell ausgelaugt und ließ in der Defense eins ums andere Mal zu leichte Körbe zu.

Essen gewinnt nach einem sehr starken Comeback der Kölner im 3. Viertel (zu) deutlich mit 79:62. Lars Bergenthal hat aber dennoch viel Lob für seine Mannschaft: „Das war eine sehr starker Auftritt. Wir haben deutlich besser gespielt als im Hinspiel. Daher finde ich, dass das Endergebnis diese Leistung nicht wirklich wieder spiegelt. Insbesondere die beiden „Mädels“ hatten einen Sahne-Tag und perfekt gespielt. Nicht nur aufgrund ihrer Punkte in der Offense, sondern auch in der Verteidigung. Natürlich tut es mir für alle Spieler leid, die keine oder nur wenig Spielzeit bekommen haben. Aber so ist das halt mal.“

Marina Mohnen (17); Benjamin Lenatz (14), Paul Jachmich (11), Lisa Bergenthal (10), Marcel Gerber (6), Michalis Stergiopoulos (4), Max Winter, Gabi Kaspoglu, Bilal Oujedid, Bo Bruckmann, Bruno Schneider – Coach: Lars Bergenthal

Test: Michalis Stergiopoulos

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