Was für ein Spieltag – und was für ein Statement dieser Mannschaft! Gleich zwei knappe Partien standen auf dem Programm – und beide Male bewies das Team eine Moral, die den Unterschied machte.
Spiel 1: Nervenstärke bis zur letzten Minute Gegen UBC Münster entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel. Die Kölner zeigten sich anfangs nervös und es wollten in den Anfangsminuten einfach nichts zählbares gelingen. Nach einem 14:0 Lauf der Gastgeber musste eine Kölner Auszeit die Mannschaft wachrütteln. Anschließend fielen die ersten Kölner Punkte und das 1. Viertel endente mit 22:06. Das zweite Viertel begannen die Kölner nun deutlich konzentrierter und konsequenter. Besonders auffällig war Kapitän Kris Adolphs, der Verantwortung übernahm und sein Team immer wieder strukturierte. Auch Kei Ichihashi setzte wichtige Akzente im Angriff und sorgte mit cleveren Aktionen für wichtige Punkte in entscheidenden Phasen. Doch Münster blieb hartnäckig – und so ging es in eine dramatische Schlussphase. Hier zeigte Köln, was echte Mentalität bedeutet: Trotz Rückschlägen, trotz zwischenzeitlichem Rückstand blieb das Team ruhig, kämpfte um jeden Ball und drehte das Spiel mit einem Freiwurf in letzter Minute zum 48:48 nach der regulären Spielzeit.
Es ging also in die Verlängerung, in der es spannend bis zum Ende blieb und Mo Mahmud mit einem Korberfolg plus verwandeltem Freiwurf den Kölner Sieg festzurrte. Am Ende stand ein hart erkämpfter 61:58-Sieg für Köln – ein Erfolg, der vor allem durch Einsatz, Teamgeist und unerschütterlichen Glauben möglich wurde.
Spiel 2: Comeback-Qualitäten gegen Trier Nur kurze Zeit später wartete mit den Doneck Dolphins Trier 2 bereits die nächste Herausforderung. Und diesmal startete Köln besser ins Spiel: Zum Ende des ersten Viertels führten die 99ers mit 16:10. Doch Trier fand nun besser ins Spiel und konnte immer wieder einfache Punkte erzielen, sodass es mit 24:24 in die Pause ging.
Und nun war Trier auch nach der Pause das wachere Team, zeigte mehr Wille und punktete konsequenter vor dem Korb, sodass die Kölner nun in Rückstand gerieten, der bis auf 6 Punkte anwuchs.
Doch wieder zeigte sich das gleiche Bild wie im ersten Spiel: Aufgeben? Keine Option. Angeführt von einem erneut starken Kei Ichihashi sowie wichtigen Impulsen von Mo Mahmud und Kei Adolphs kämpfte sich Köln Stück für Stück zurück ins Spiel. Punkt für Punkt arbeiteten sie sich heran, verteidigten intensiver und nutzten ihre Chancen konsequenter.
Im letzten Viertel kippte die Partie endgültig. Köln spielte mit mehr Energie, mehr Wille – und vor allem mit mehr Überzeugung. Die Belohnung: ein knapper, aber verdienter 47:46-Sieg.
Fazit: Siege des Willens Zwei Spiele, zwei enge Ergebnisse – und zweimal ging Köln als Sieger vom Feld. Das Entscheidende dabei war nicht nur die individuelle Klasse einzelner Spieler, sondern vor allem die Haltung des gesamten Teams, das mit nur 6 SpielerInnen antreten musste, die an diesem Tag alles auf dem Feld lassen mussten, um die Punkte mit nach Köln zu nehmen.
Text: Marvin Schremmer